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Der Sallmannshäuser Rennsteig


Wegbeschreibung des Sallmannshäuser Rennsteig Geschichte des Sallmannshäuser Rennsteig Der Napoleonstein auf dem Sallmannshäuser Rennsteig zur Startseite!


 

Die Geschichte des Sallmannshäuser Rennsteig


Der Sallmannshäuser Rennsteig ist ein Seitenweg des Rennsteig im Thüringer Wald.

Nach allgemeiner Auffassung hat der Rennsteig des Thüringer Waldes in Hörschel an der Werra seinen nordwestlichen End- bzw. Anfangspunkt. Die älteste brauchbare Beschreibung des gesamten Rennsteiges weicht an ihren Endpunkten vom heute üblichen Verlauf des berühmten Weges von der Werra zur Saale ab. Er führte ab dem Wegekreuz „Ruhlaer Häuschen“ nach Westen bis nach Marksuhl.

Praktische Gesichtspunkte standen damals im Vordergrund: Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Erkundung des Rennsteiges vorangetrieben. Herzog Ernst der Fromme interessierte sich für den Rennsteig als kürzesten und verdeckten Weg von der hessischen Grenze über den Thüringer Wald bis in die Gegend von Hof und von da zum Böhmerwald.

Die Gründer des Rennsteigvereins mussten den Verlauf von Marksuhl bis zur Werra „erraten“. Sie ließen sich von geografischen und touristischen Gesichtspunkten leiten und kamen in Sallmannshausen an der Werra an.

Alfred Roßner war es, der die Bezeichnung „Mareile“ für die „R“-Markierung des Thüringer Rennsteig "erfand", weil die Tochter Maria des königlich-bayerischen Försters Sauer vom Forsthaus Weidmannsheil bei Steinbach am Wald, sich oft rar machte, um den Wanderer im nächsten Moment neckend anzulächeln.
Statt der „S“-Markierung wurden ursprünglich die Lettern „VR“ (=Vorderer Rennsteig) zur Unterscheidung und Kennzeichnung des Sallmannshäuser Rennsteigs benutzt,

Mit der Teilung Deutschlands gab es keine Möglichkeit der Bewanderung des Sallmannshäuser Rennsteig. Sallmannshausen lag direkt an der Grenze und damit im DDR-Sperrgebiet. Erst die Wende führte Anfang der 1990er Jahre zu einem Neubeginn. und zur Wiedererschließung. Wer in Sallmannshausen im Gasthaus „Zum Schiff“ höflich darum bittet, kann das alte Gästebuch ausgehändigt bekommen, dessen Seiten die Geschichte des Wanderns auf dem Sallmannshäuser Rennsteig widerspiegeln.
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Der Napoleonstein auf dem Sallmannshäuser Rennsteig


Der fälschlicherweise als Napoleonstein bezeichneter, ehemaliger Pfosten einer Toreinfahrt

Der Sallmannshäuser Rennsteig führt durch die „Kurzen Hessen“, bei Oberellen. („Die kurze Hessen“ auch „Die Hohe Straße“ genannt, ist die kürzeste Verbindungs-Strecke durch Hessen und führt über den Rennsteig bis nach Eisenach und weiter.)

Napoleon konnte 1813, nach seiner verlorenen Völkerschlacht bei Leipzig, seine Verfolger östlich von Eisenach abschütteln. Er wählte den Weg über den Clausberg, die „Kinzigstraße“, für den Rückweg.
(Die „Kinzigstraße“, auch “Königsstraße “ oder „Via Regia“ genannt, verläuft bis Erfurt und weiter bis zur Sorbischen Lausitz.)

Die Alliierten dagegen erwarteten ihn, vergeblich, auf der „Kurzen Hessen“, die er früher einmal benutzt hatte.

Später hatte man am Wegrand des Sallmannshäuser Rennsteig, eine Steinsäule als „Napoleonstein“ bezeichnet. Mit dem einstigen Kaiser der Franzosen hat dieser Stein nichts (!) zu tuen! Außer, dass Napoleon hier vorbei gekommen sein musste. Es handelt sich um den Rest einer Toreinfahrt, ein letztes Überbleibsel vom Schloß einer Adelsfamilie, das schon lange abgebrochen ist. Der seltsame, mit der Spitze nach unten zu erkennbar, eingegrabene Obelisk kann aber auch eine uralte kursächsische Viertelmeilensäule sein.
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Die Wegstrecke


(Stand: August 2008)

Beginn des Sallmannshäuser Rennsteig, am "Ruhlaer Häuschen" Beginn des Sallmannshäuser Rennsteig, am "Ruhlaer Häuschen" Der Sallmannshäuser Rennsteig ist ein 27 Kilometer langer Höhenwanderung. Keine Ortschaft wird unterwegs berührt, und ist sehr wenig belaufen. Ihn in der Richtung: vom Ruhlaer Häuschen nach Sallmannshausen zu gehen, ist ratsam. Es geht stetig bergab; man hat die schönsten Ausblicke vor Augen. (d.h.:man läuft darauf zu; man müsste sich, sonst, herumdrehen) Seine weiße S-Markierung beginnt am Wegkreuz „Ruhlaer Häuschen, Das ehemmalige Forsthaus Kisselzu dem man von Ruhla aus, gelangt. Oder vom „Hubertushaus“ - „Ascherbrück“, mit Parkmöglichkeit. („Hubertushaus“ ist nicht mehr geöffnet!) Man erreicht diesen Parkplatz: in Ruhla, von der Autobahn kommend: Rechts, nach dem Abzweig zum „Miniathür“, abbiegend, steil herauf. Empfehlung der Wanderkarte: „Westlicher Thüringer Wald“, Maßstab: 1: 50000, Fritsch Verlag

Vom „Ruhlaer Häuschen“ geht es immer geradeaus. (Vorsicht an einer unübersichtlichen Kreuzung, ziemlich am Anfang, geht es NICHT geradeaus, sondern: halb rechts!) Am Abzweig zum Forsthaus Kissel ("Jagdhaus Kissel" ist ein ehemaliges Ferienheim, es befindet sich südlich von Ruhla, Etterwinden, Möhra, und nördlich von Bad Liebenstein, Bad Salzungen; Höhe: 648 MünN) vorbei, in den Schwarzen Graben hinab. Es müssen umgestürzte Baumstämme überwunden werden. (Orkan „Kyrill“ war hier auch „wütig“!) Vom unteren Ende des Schwarzen Grabens bis zur Kisseleiche ist der Sallmannshäuser Rennsteig identisch mit dem neu geschaffenen „Pummpälzweg“. Mehrfach die Richtung wechselnd (auf Wegweiser achten!!) führt er dann vorbei am Abzweig zu den einstigen Burgen Neu- und Altringelstein (Wallburgen, kaum erkennbar) und, rechtsseitig, einem (Feuerlösch-)Teich, zur Bundesstraße B19.

Nach Überquerung der Bundesstraße B19 wird der Sallmannshäuser Rennsteig, als bishierher gut ausgebauten Forststraße, zum schmalen Fußpfad. Auf der Mörschen KuppeEr schlängelt sich am Waldrand auf und ab; (nach etwa 250 Metern, links, befinden sich 2 Rast-Bänke; mit interssantem Ausblick zu den Bergen der vorderen Rhön) an uralten Grenzsteinen entlang: Hier stießen die Kleinstaaten Sachsen-Eisenach und Sachsen-Meiningen an einander. Rechts sieht man die Ortschaft Etterwinden. Wir nähern uns der "Mörschen Kuppe".

Gelegenheit zu einer wohlverdienten Pause bietet ein Rastplatz nach Überquerung der Fahrstraße Etterwinden – Kupfersuhl. Dann geht der Sallmannshäuser Rennsteig weiter einen Hohlweg hinauf zum Eichkopf und von dort an der alten Forstgrenze Flachsland (Fl)/Die Buche: Salzunger Botenfrau Herrschaftswald Wilhelmsthal (HW) entlang bis zur Straße nach Eckardtshausen (rechts zu sehen), folgt dieser ein kleines Stück und führt dann durch Gestrüpp, in die Büsche.

Wenig später kommt der Milmesberg vor Augen, die höchste Erhebung der Gegend. Ihn krönte einst eine alte knorrige Buche, die „Salzunger Botenfrau“ genannt, (Eine neue, junge Buche - „Botenfrau - wurde 1989, zur Grenzöfnnung, gepflanzt.“) und in jüngster Vergangenheit ein Horchposten der Sowjetarmee. (Unterirdisch, versiegelte Bunker) Die verlassenen Barackenunterkünfte sind noch zu erkennen. Schöne Ausblicke nach links Richtung Rhön! Durch den Wald geht es um den Milmesberg halb herum und auf einer breiten Waldstraße am Lützenloher Grund vorbei. Dort kann man links ins nahe gelegene Marksuhl mit seinen guten Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten absteigen. Sehenswert im Zentrum von Marksuhl sind: Der Fachwerk-Schlossturm mit dem restaurierten Schloss, sowie die Kirche. der Kirchturm, mit seinen 4 Ecktürmchen versehen, ähnelt einem Kirchturm in Köln.
Parkmöglichkeiten: im Zentrum und am Sportplatz, nach der Kirche rechts abbiegend, gelangen wir zum Sportplatz.

Der Sallmannshäuser Rennsteig hat bald die Herrschaftsbrücke erreicht, auf der man über die historische Werratalbahn Eisenach – Meiningen schreitet, verlässt den Wald und kommt über freies Gelände mit hohen Windkraftanlagen zur Bundesstraße 84, der einst als Kinzigstraße. Nach dem Überqueren der Bundesstraße geht man nach rechts einige Schritte an ihr entlang, bis die Fortsetzung des Sallmannshäuser Rennsteigs erscheint.Grenzstein Am nahen Waldrand bietet links eine überdachte Sitzgruppe Gelegenheit zur Rast, aber bis zum traditionellen und Komfort-Rastort Wilhelmsbuche sind es bloß noch zwei Kilometer. An der Moschkau-Linde geht es nach links und weiter auf breiter Forststraße. Manche Kiefernstämme zeigen hier noch Narben im Fischgrätenmuster von der früheren Harzgewinnung. An der Wilhelmsbuche, nahe einem Wegekreuz, finden sich neben einer Forstarbeiterhütte (an ihr befindet sich ein Thermometer, wir lasen im Sommer 2008, um 14.00 Uhr: 30 °Grad!) reichliche Sitzgelegenheiten zur gemütlichen Pause. Wie der Name andeutet, pirschte hier Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. einst auf Auerhähne. Die gibt es hier nicht mehr. Wilhelm II. war seit seiner Geburt körperbehindert, der rechte Arm unbrauchbar. Um sich und aller Welt zu beweisen, dass er dennoch ein ganzer Kerl sei, pflegte er mit einem einhändigen Spezialgewehr das Wild gleich dutzendweise abzuschießen. Nach dem Ersten Weltkrieg flüchtete er 1918 Hals über Kopf nach Holland ins Exil, die übrigen Monarchen Deutschlands taten es ihm nach. Seither sind die fürstlichen Grenzsteine des Rennsteigs " außer Diens", doch die Freunde des Rennsteigverein lieben sie deshalb nicht weniger und wollen sie vor Vandalismus schützen. (Wünsche viel Erfolg und Ausdauer dabei!)

Der fälschlicherweise als Napoleonstein bezeichneter, ehemaliger Pfosten einer ToreinfahrtDie Wilhelmsbuche befindet sich etwa bei der Hälfte der Wegstrecke des Sallmannshäuser Rennsteigs. Der Sallmannshäuser Rennsteig geht nun bergauf zur Lehne, wieder an alten Grenzsteinen (HSM Herzogtum Sachsen-Meiningen/ SWE Sachsen-Weimar-Eisenach) entlang. Bald erreicht man die Höhe „Hohe Balz“. Dort, am Waldrand, befindet sich eine Rastbank und ein Jagd-Ansitz, genießt man einen herrlichen Ausblick auf das Werratal und die Umgebung von Oberellen. Gleichzeitig wird erkennbar, dass das nächste Wegstück über freies Feld führt. Rechtseitig befinden sich 4 bräunliche Hochbehälter, für Wasser/Abwasser. (Man kann nur hoffen, daß ES nicht regnet!)

Der Sallmannshäuser Rennsteig biegt knapp einen Kilometer vor der Ortschaft Oberellen scharf nach links in einen Feldweg ein: Hier heißt es aufpassen! (nicht nur wegen einer freilaufender, außerhalb des Weidezaun, verirrter und verwirrter, Kuh!) Bald folgt der Sallmannshäuser Rennsteig dem Verlauf einer anderen uralten Fernstraße, der Straße „Die Kurzen Hessen“. Napoleon flüchtete 1813 nach der verlorenen Völkerschlacht von Leipzig hier entlang. Nach dieser Episode hat man eine Steinsäule als „ Napoleonstein “ bezeichnet.

Mit dem einstigen Kaiser der Franzosen hat der Stein nichts zu tun, außer dass der hier vorbei gekommen sein muss. Auf dem Lerchenberg - Blick zu den Kalihalden Erkennen kann man noch links, den von hohen Bäumen umgebene Festplatz einer ehemaligen, dort ansässigen Adelsfamilie. Endlos führt der Sallmannshäuser Rennsteig über die Felder, bis sich das Werratal zeigt. RastplatzBei der einsam dastehenden Buche auf dem Lerchenberg (nur noch der abgebrochene Stamm und das Wurzelwerk sind als solches erkennbar. Unmittelbar daneben befindet sich ein neu gepflanzter Baum, eine „Eiche“) scheint die Werra, das Ziel der Wanderung, nahe zu sein. Dann verlässt der Sallmannshäuser Rennsteig die „Kurzen Hessen“ und macht eine scharfe Biegung nach rechts, (Achtung, nur ein kleines „S“ an einem Weidezaunpfahl zu sehen) weiter auf einem Feldweg. Wieder muss man gut auf Wegweiser achten. Ein Wegweiser steht an einer „Kreuzung“; die Kali-Bergbau-Abraum-Halde „links liegen“ lassend, geht man geradeaus, unvermittelt führt der Sallmannshäuser Rennsteig ins Gebüsch. Hier muß man aufpassen! Die Abzweigstelle ist nur durch ein kleines Schild markiert. Am oberen Rand einer hohen Böschung läuft man einen, 2004 (kann man auf einem Hinweisschild lesen) gut befestigten Weg. entlang.

noch eine Schöne Aussicht Nach der Querung der Bahntrasse und Landstraße, beim Hof Lutzberg Am Fuße dieser Böschung befand sich bis vor wenigen (20) Jahren neben der Straße eine Eisenbahnstrecke, ein kurioses Relikt des Kalten Krieges. Noch zu erkennen sind: Signalleitunge-Kabelgraben und Schotter. Bahnschwellen sind keine mehr vorhanden. Als die DDR im Sommer 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer den wichtigsten Fluchtweg nach dem Westen versperrte, passte die alte Bahnlinie durchs Werratal nach Eisenach nicht mehr ins Geschehen, denn dort ging zwischen Gerstungen und Wartha ein Stückchen Geleis über "Westgebiet". Also scheute man nicht Kosten noch eine Schöne Aussicht in das Werratal noch Mühen und stampfte im Winter 1961/62 eine Umgehungsstrecke aus dem Boden. Von Gerstungen ging sie (ausschließlich über DDR-Gebiet) bergauf bis Förtha und hatte dort Anschluss an die Werrabahn, die durch einen Tunnel unterm Rennsteig Verbindung mit Eisenach hat. So muss der Sallmannshäuser Rennsteig, seit er Anfang der 90er Jahre wieder begehbar wurde, die Bahntrasse und die Landstraße überwinden, dazu dient ein kleiner Durchlass in der Leitplanke der Landstraße, beim Wegweiser zum Hof Lutzberg. Gegenüber führt sogleich ein asphaltierter Zufahrtsweg weiter zum ehemaligen Truppenübungsplatz Böller, wo zu DDR-Zeiten Grenztruppen, Armee und Betriebskampftruppen ihre "ERnstfälle" trainierten. Der Sallmannshäuser Rennsteig führt nun ein Stück über NVA-Kolonnenweg aus Lochbeton, nicht gut zu laufen, aber historisch wertvoll. Wegweiser an der Viehgraben-Eiche Schöne Aussicht in das Werratal

Rechts am Wegrand lädt ein Rastplatz mit Schutzhütte „Friedrichsruh“ zum Verweilen ein, dann betritt der Sallmannshäuser Rennsteig zum letzten Mal wieder einen dichten hohen Nadelwald. (Die neuen, alten, alten neuen oder neuen alten Besitzer waren fleißig mit Fäll- und Sturm- "Kyrill"-Aufräum-Arbeiten beschäftigt, Stand: Sommer 2008) Die letzten Kilometer führen schließlich an lieblichen Waldwiesen (auch war „Kyrill“ tätig!) vorbei zu schönen Ausblicken ins Werratal, und einer Rast-Hütte „Viehgraben-Eiche“ , bis es dann steil bergab ins Dorf Sallmannshausen geht und das Ziel der Wanderung, das
Ziel erreicht: Sallmannshausen, am anderen End, bzw. Start Ziel erreicht: Sallmannshausen, "Gasthaus zum Schiff" Gasthaus „Zum Schiff“, vor den dankbaren Augen liegt.(Auf der Speisekarte,gibt es kein „Bauernfrühstück“ mehr.) Dort freuen sich Wirtin „Lisa“ und Koch „Jens“ auf ihre Gäste. Hier befindet sich auch ein Wanderbuch des Sallmannshäuser Rennsteig, in das man sich, nach abwandern dessen, eintragen kann.


Ziel: Sallmannshausen, Gasthaus „Zum Schiff“

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