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Historische Persönlichkeiten und Ereignissen


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1. Der Kölner Kirchenstreit
2. Das Schloß in Buckow/Märkische Schweiz
3. Drei Schwestern im Biedermeier
4. Die Grube Messel

1. Der Kölner Kirchenstreit

Als "Kölner Wirren"oder "Kirchenstreit" bezeichnet man einen Höhepunkt des Konflikt zwischen der katholischen Kirche und dem preußischem Staat in den Westprovinzen Preußens während des Vormärz.
(Als "Vormärz" wird der historische Zeitabschnitt zwischen dem Ende des Wiener Kongresses 1815 bzw. der Julirevolution in Frankreich 1830 und der Märzrevolution von 1848/49 bezeichnet. Die Literatur des Vormärz wird auch unter dem Begriff: Biedermeier/Vormärz behandelt.)

Das Zusammenlegen der 1815 preußisch gewordenen Westgebiete Rheinland und Westfalen führte zu Spannungen zwischen der katholischen Kirche und der Berliner Regierung. Ansatzpunkte zu der Auseinandersetzung bot die Frage der Konfessionsverschiedenen Ehen (Mischehen). Es spielte auf der Seite Preußens die staatskirchliche Tradition eine zentrale Rolle. Der bis 1806 ausschließlich protestantische Staat mit einem König, der gleichzeitig Haupt der Landeskirche war, stand der eigensinnigen Haltung der katholischen Kirche mit Unverständnis gegenüber.

1838, im damaligen preußischen Boppard, eckte Christian Brentano
(*1784-1851) wegen der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche an. Hintergrund des Kirchenstreit ist die Verbannung des Kölner Erzbischof Clemens August von Droste-Vischering auf die Festung Minden, da er die Einsegnung von "Mischehen" verbot, wenn für die daraus hervorgegangenen Kinder nicht die katholische Erziehung zugesagt wurde. Christian und Emilie (*1810-1882) Brentano mußten Preußen verlassen; die Brentanos gingen nach Aschaffenburg.

Der Kölner Erzbischof Clemens August von Droste-Vischering war der Vater der Annette von Droste-Hülshoff.
(Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff; * 12. Januar 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster; † 24. Mai 1848 in Meersburg;
Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen.
(Ein Hauptwerk: "Die Judenbuche")

Clemens August von Droste-Vischering gründete, als Generalvikar von Münster, eine "Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern" (nach dem Vorbild des heiligen Vinzenz von Paul); sie wurden "Clemensschwestern" genannt.
Die erste Obwerin war: Maria Alberti (*30.08.1767-1.2.1812), die durch ihre Bekanntschaft mit "der Droste" Ludwig Tieck (*1773-1853) kennenlernte und 1798 heiratete. Sie war Malerin und Ordensgründerin aus Hamburg sowie die Tochter des Julius Gustav Alberti (*1723-1772), dem Pastor der Katharinenkirche in Hamburg und seiner Frau, Maria Amalia Alberti (*1733-1809), geborene Offeney.

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2. Das Schloß in Buckow/Märkische Schweiz

Die Tochter der Bettine Brentano, verheiratete von Arnim (*1785-1859): Maximiliane (genannt "Maxe") von Arnim, verheiratete Gräfin von Oriola
(*1818-1894), war oft als Sommerfrischegast bei ihrer Schwester Armgart, verheiratete von Flemming (*1821-1880) zu Besuch auf Schloß Buckow, in der Märkischen Schweiz, im Land Brandenburg.
Später wurde das Schloß abgebrochen. Ein neues wurde nicht errichtet.

Adelbert von Chamisso (*30.01.1781-21.8.1838), der gebürtige Deutsche in Frankreich, schrieb, auf der Flucht von den Franzosen in Deutschland, sein Werk "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" in Buckow.
(Diese Geschichte für Erwachsene erzählt von einem Mann, der seinen Schatten an den Teufel verkaufte, um reich zu werden. Als er diesen Tausch rückgängig machen wollte, lehnte das der Teufel ab. Im Gegenteil: Der Teufel betrog ihn, und wollte auch noch seine Seele tauschen. Dem stimmt Peter Schlemihl aber nicht zu. Im Gegenteil: Er warf seinen "Fortunatis-Glückssäckel" fort, kaufte sich von seinem letzten Geld ein paar Schuhe, die "Siebenmeilenstiefel" waren - und lebte so, als Erforscher dieser Welt, fort.)

Heute noch ist Buckow, im Märkisch Oderland / Land Brandenburg ein beliebtes Ausflugsziel. Zu besichtigen ist dort das "Brecht-Weigel-Haus", in dem viele Kulturveranstaltungen stattfinden.

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3. Die Drei Schwestern im Biedermeier

Sie waren die Töchter der Goethe-Freundin Bettina von Arnim und die reinste Verkörperung des Biedermeier: Maximiliane, Armgart und Gisela.

Auf den Geschmack der großen reichen Welt kamen die "gänzlich unerzogenen Naturkinder" aus der Mark Brandenburg in Frankfurt am Main bei der Kaufmannsfamilie Brentano. In einer Ausstellung des Frankfurter Goethe-Museums wird die weitere Entwicklung der Schwestern dokumentiert: Sie gründeten schon früh ihr eigenes literarisches Kaffeekränzchen, den "Kaffeter" Der "Kaffeter-Kreis" der Bettine-Töchter, ein Salon des Biedermeier, bleibt auch in der Zeit des Vormärz nicht ohne Bezug zum kritisch-liberalen Salon der Mutter.
Sie wetteiferten unter Aufsicht der früh verwitweten Mutter miteinander um die schönsten Blumen-Arabesken fürs Album, während draußen die sozialen Probleme wuchsen. Die Mutter schrieb an ihrem "Armenbuch" und konspirierte mit den Revolutionären des Vormärz, während ihre Kinder sich von den Aristokraten den Hof machen ließen.

Quelle: DER SPIEGEL 52/1990 vom 24.12.1990, Seite 161c

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4. Die Grube Messel

Die Grube Messel in Messel (Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen) ist ein stillgelegter Tagebau.
Bekannt wurde die Grube Messel durch die dort, im "Ölschiefer" gefundenen und hervorragend erhaltenen Fossilien von Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Fischen, Insekten und Pflanzen aus dem Eozän. Besonders die Weichteilerhaltung bei Säugetieren macht die dort gefundenen Fossilien einzigartig. Am berühmtesten und bekantesten ist das „Urpferdchen“ (eine frühe Pferdeart), von der über 70 Individuen gefunden wurden. ZUm Teil auch Muttertiere mit ihren Föten.
Die Grube Messel ist die erste und bisher einzige UNESCO Weltnaturerbestätte Deutschlands.

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